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Neben Curt Hillesheim spielte auch Heinz Ulrich eine glänzende Rolle in den ersten Jahren des Vereinsbestehens. Er kam 1931 durch
beruflichte Veränderung aus Sachsen-Anhalt nach Bad Kreuznach. In seinem Heimatverein Stendal hatte er das Recht erworben, am Aufstiegsturnier zur Deutschen Meisterschaft 1932 teilzunehmen. Der ganz große Wurf blieb
dem Neu-Kreuznacher und "Meister von Sachsen-Anhalt und des Saale-Schachbundes" versagt. Beim Turnier in Bad Ems siegle Georg Kieninger. München, während Ulrich ein paar bemerkenswerte Partien spielen
konnte. Selbstverständlich spielte Heinz Ulrich in Bad Kreuznach an Brett l bei Mannschaftskämpfen. die weiterhin gegen die bekannten Gegner ausgetragen wurden.
In der Zeit des Nationalsozialismus nahm das
Schach einen starken Aufschwung. Die Mitgliederzahl wuchs auch im KSV, und es gab verstärkt Aktivitäten. So wurde im Jahre 1933 ein sog. Bäderturnier ausseiragen. In sieben Städten kam es zu Werbeveranstaltungen:
18. Juni in Wiesbaden, 2.Juli in Bad Münster, 9. Juli in Bad Soden, 30. Juli in Bad Kreuznach, 13.August in Bad Ems, 20. August in Königstein/Taunus und 10. September 1933 in Wiesbaden.
Die 2. Runde in Bad
Münster wurde von Dr. Hugel geleitet. Über die 4.Runde in Bad Kreuznach berichtet der Öffentliche Anzeiger vom 3. August 1933:
"Im Kurhaus Bad Kreuznach wurde die 4. Runde des l. Nationalen
Sommerturniers des Mittelrhein. Schachbundes ausgetragen. Überraschenderweise konnten in allen Partien die Führer der schwarzen Figuren erfolgreich abschneiden, wenn auch teilweise mit Glück ... Schurig/Wiesbaden
ist der Pechvogel des Turniers. Infolge Zeitüberschreitung verlor er das Endspiel gegen Ulrich/Bad Kreuznach, nachdem er im Mittelspiel bereits die beste Fortsetzung auf eine sehr schwachen Zug seines Gegners
ausgelassen hatte... Stand nach vier Runden: l. Benkner/Frankfurt 3 P.Rohs/Frankftin und Ulrich/Bad Kreuznach je 2.5 P. usw."
Die Blütezeit war nur von kurzer Dauer. Der Zweite Weltkrieg verschonte
Bad Kreuznach nicht. Es waren viele Opfer zu beklagen, auch unter den Schachfreunden. Mögen sich die Spieler in den ersten Jahren noch regelmäßig getroffen haben, sofern sie nicht eingezogen waren, so kam das
Schachleben im Verlauf des Krieges bald vollständig zum Erliegen. Die Bevölkerung hatte andere Sorgen in dieser Zeit.
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