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Während des Zweiten Weltkrieges wurden wohl da und dort Freundschaftspartien abgewickelt. Das Schach zeigte bisweilen auch
Völkerverständigende Wirkung, wie in diversen Schicksalen von Landsern und Kriegsgefangenen deutlich wurde. Manch einer hat das Schach erst in der Gefangenschaft kennen- und liebengelernt... Für viele bedeutete es
Lebenshilfe in schwerer Zeit.
In Bad Kreuznach dauerte es bis 1946, ehe sich ein Vereinsleben neu gestaltete. Der französischen Besatzungsmacht waren nämlich alle Vereinigungen suspekt. Erst als
"Arbeiterschachverein" konnten sich 1946 einige Schachfreunde zusammentun und die Erlaubnis von den Franzosen erhalten. Unter dem Vorsitz von Alois Schmidt spielten die Freunde des
"Arbeiterschachs" regelmäßig im "Roten Löwen" am Holzmarkt. Curt Hillesheim und Hugo Klutz nahmen mit dem Arbeiterschachverein Kontakt auf und schafften die Wiedergründung des KSV, der, gemäß
seiner Tradition, den Namen KSV 1921 fortführte.
In jener Zeit stieß auch Paul Brückner, ein Schachfreund aus Dresden, zum KSV. Er kam zu Fuß aus dem berüchtigten Bretzenheimer Lager angewandert und
beeindruckte durch seine Spielstärke. Er gewann zahlreiche Turniere und blieb ein treues Mitglied bis zu seinem Tode. Auch Arnold Sbrisny aus Langenlonsheim schloß sich als Schüler dem Verein an und kann heute auf
über 50jährige Mitgliedschaft zurückblicken. Emil Bauer kam in den ersten Nachkriegsjahren in den Schachverein, dem er in mehreren Vorstandsämtem diente, bis er 1981 als Ehrenmitglied im Alter von 92 Jahren
verstarb. Im Vorstandsamt lösten sich die Schachfreunde Klutz und Hillesheim ab, später Direktor Corves. Die Mitgliederzahl wuchs, und man zog von der "Bauemschänke" in den größeren "Reichshof"
um.
Im Jahr 1949 wurde im Kurhaus der Wettkampf Pfalz gegen den Verband Rhein-Nahe an 60 Brettern ausgetragen. Ebenfalls unter großer Beachtung der Öffentlichkeit fand der 1. Mannschaftskampf nach dem Kriege
statt: Bad Kreuznach - Saarbrücken an 25 Brettern: Ergebnis 12,5 - 12,5 unentschieden (s. Deutsche Schachzeitung 1950, S.280).
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Großmeister E. Bogoljubow -- Simultan am 2.September 1949 in Bad Kreuznach |
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Im Jahre 1949 gab Großmeister Ewfim Bogoljubow in Bad Kreuznach eine weitere Simultanvorstellung. Der Großmeister war bereits
am 19.Oktober 1932 zu Gast in Bad Kreuznach gewesen. Ebenfalls simultan an bis zu 40 Brettern spielten Großmeister Fritz Sämisch un der Deutsche Meister Walter Niephaus. Das
waren stets Schachfeste allererster Ordnung, die ebenso wie Tanzabende, Fastnachtsfeiern und Gesellschaftabende die Mitglieder des Schachvereins zu einer großen Familie werden ließen.
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Weihnachten 1951: Die Schachfreunde Franzmann, Paffrath,
Hillesheim und Lang erhalten das Goldene Ehrenabzeichen |
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