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Das letzte Jahrfünft (stand 1996) stand im Zeichen der Konsolidierung des KSV. Drei aktive Mannschaften kämpften in ihren Ligen mit
unterschiedlichen Erfolgen. Die erste Mannschaft mußte aus der II. Rheinland-Pfalz-Liga absteigen und schaffte den angestrebten Wiederaufstieg nicht. So kam es, daß der SC Feilbingert über die Rheinhessenliga bis in
die II. Rheinland-Pfalz-Liga Süd aufsteigen konnte und damit eine Klasse höher spielt als der ruhmreiche KSV. Einige weitere Abwanderungen waren die Folge.
Trotzdem stießen auch neue starke Spieler zum KSV,
etwa Harry Strebel, Viktor Wiens und sein Sohn Hans Wiens. Temur Parulawa und Michael Dörfler. Sie alle sind Aussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion, von woher sie eine beachtliche Spielstärke mitbrachten. Strebel
und Parulawa schlossen sich jedoch anderen Vereinen an. Dafür kamen mit Dr. Rainer Goldt und Klaus Thönnessen ausgesprochene Spitzenkräfte, die den KSV nachhaltig verstärken konnten. In die Siegerlisten der Turniere
konnten sich Viktor Wiens, Harry Strebel, Temur Parulawa, Gabriel Mischke und Andreas Orban eintragen, aber auch Wolfgang Jung und Frank May konnten weitere Turniere gewinnen (s. auch Übersicht).
In der Zeit des Umbruchs, der Wiedervereinigung Deutschlands, entstand eine kurzzeitige Partnerschaft mit Neuruppin/Brandenburg und der SG
(Traktor) Lindow/Mark. Intensiver waren davor schon die Verbindungen über Fernschach gewesen. Vor dem Wettkampf mit der SG Lindow hatte es schon in den achtziger Jahren einen Vergleich mit Pößneck/Thüringen
gegeben. Aber die Versuche, mit dieser thüringischen Industriestadt eine Städtepartnerschaft einzuleiten, scheiterten am Ost-West-Konflikt. Immerhin erkannte die Stadtverwaltung Bad Kreuznaeh an, daß die
Schachspieler die ersten gewesen waren, die eine Partnerschaft zu einer ostdeutschen Stadt in der DDR angestrebt hatten.
Eine Fernschachmannschaft gewann nicht nur den Wettkampf mit Lindow, sondern auch gegen
die Stadt Bad Kissingen. Im ersten Mannschaftspokal des BdF (= Deutscher Fernschachbund) scheiterte der KSV mit seiner Vierermannschaft in der Vorrunde. In den Wettkämpfen zu Fernschachligen spielte man dann jedoch
erfolgreicher. Die KSV-Vertretung schaffte nach einer äußerst erfolgreichen Vorrunde und einer gelungenen Zwischenrunde die Qualifikation für die II. Fernschach-Bundesliga 1995.
Erwähnenswert ist noch, daß im
Jahre 1995 eine Jugendmannschaft des KSV Landesmeister von Rheinland-Pfalz werden konnte. Die Vierermannschaft nutzte den Heimvorteil in der Kreuznacher Jugendherberge und gewann nach guten Leistungen.
Das
75jährige Vereinsjubiläum wurde zu Ende des Jahres 1996 gefeiert. Dabei wurden zwei Schachturniere angeboten. Es gab ein Einladungsturnier mit sechs Spielern und ein Hauptturnier. an dem sich zehn Spieler
beteiligten. Es kam schon einer kleinen Sensation gleich, als im Einladungsturnier ein leibhaftiger Großmeister mitspielte. IGM Viastimil Hort startete in einem Rundenturnier mit Kreuznacher Spielern und
gewann mit einem 100%-Ergebnis vor den einheimischen Spielern Wolfgang Jung und Dr. Rainer Goldt. Den Abschluß der Jubiläums -Schachwoche bildete ein Festabend mit Ehrengästen im Vereinslokal, bei dem Großmeister
Hort auch die Festansprache hielt. Außerdem erwies sich der Meister als unterhaltsamer Plauderer, der sich bei seinem nunmehr dritten Besuch in Bad Kreuznach ausgesprochen wohlfühlte.
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